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Vierhouten

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Nachdem mir ein paar treue Fans gern mal aus fernen und nicht ganz so fernen Ländern eine hübsche Ansichtskarte schicken, habe ich mir gedacht: Machst doch mal ne kleine Serie draus! Heute: Vierhouten.


Die Einsender monieren meine ignorante Haltung zu HAR 2009 und anderen Events wie dem CCC Kongress. Ja das stimmt, ich lass mich da nur noch ungern blicken. Vielleicht werd ich für die Massenevents mit 500 Kidz auf einem Haufen einfach langsam zu alt? Ich bewundere ja die Jugendlichen, die in wochenlanger Kleinarbeit über die Schutzmechanismen von Apples Eifon herfallen und mühsam jedes Mal wenn Apple eine neue Version herausgibt einen Jailbreak und SIM-Lock Knack erstellen. Da ich mich aber nicht freiwillig wie ein Lemming in eine selbstverschuldete Unmündigkeit zu Apple begeben werde, wird mein nächstes Telefon übrigens ein HTC HD2 mit Windows Mobile 6.5. Weil den Debugger dafür hab ich auch schon.

Written by Stephan

Thursday 01 October 2009 at 05:11

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Velorado

Nachdem jeder, den ich gefragt habe, eine andere Meinung zu einem x-beliebigen Fahrradladen hatte, und es wirklich Zeit wurde was zu unternehmen, bin ich hier fast um die Ecke zu einem Laden, der sich Velorado nennt. Normal mag ich ja diese Lottospielerei mit Fachgeschäften überhaupt nicht, aber ich bin echt happy.

Mein Fahrrad ist ein bescheidenes Gudereit RC45 plus mit Shimano Deore LX, Magura HS 11 Hydraulikbremsen, einer Airwings Federsattelstütze und eine Lumotec Oval Senso Plus. Letztere leuchtet hinten und vorn nach, was sehr von Vorteil ist, wenn man nachts an der Ampel stehen bleiben muss. Man wird einfach deutlich seltener von irgendwelchen anderen betrunkenen Radfahrern vom eigenen Drahtesel geholt.

Das gute Stück stand jetzt etliche Monate mit einem Platfuss im Keller und ich weiss was ihr jetzt sagen werdet: Viel zu schade drum. Richtig! Ausserdem habe ich mir vorgenommen aus Fitnessgründen (habe keine Zeit für Fitness) mit dem Bike ins Büro zu fahren.

Da ich keine echte Musse hatte, mich in den Schwalbe Reifenkatalog einzulesen, Deore Handbuch wälzen, womöglich den Schrott noch auf eBay bestellen und so weiter und so fort, bin ich also zu Velorado hin und hab gesagt: "Bitte folgendes fixen..."

Ergebnis: Sehr zufrieden! Die neuen Schwalbe Marathon Plus Reifen sind zwar deutlich schwerer als meine alten Marathon (ohne Plus), sind aber dafür durch einen blauen "Goo" Zwischenlayer nochmal ein gutes Stück "unplattbarer" als meine alten Reifen. Da ich öfters mal die Schotterpisten an der Pegnitz Richtung Rückersdorf fahren will, war das denke ich schon eine lohnende Investition. Neue Kette ist auch drauf, Ritzel, Umwerfer und Schaltung harmonieren jetzt wieder super exakt und die Bremse greift wieder wie gewohnt brachial zu, sobald man auch nur leicht dran zieht. Da ich plane, vor der Arbeit regelmässig an meiner Kalchreuther Stamm-Bäckerei sowie meinem Stamm-Schnitzelsandwich-Stand vorbeizufahren, hab ich mir auch gleich noch so einen bombensicheren Pletscher Fahrradkorb geben lassen.

Wer also bei mir in der Gegend wohnt (Nürnberg-Ost) und nicht selber an seinem Bike schrauben kann oder will, dem empfehle ich die zwei Jungs von Velorado. Einfach guter Service und kein Bullshit.

Seitics Prädikat: Empfehlenswert!

Written by Stephan

Wednesday 03 June 2009 at 21:44

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Fravia Ad Astra

Wie ich die Tage auf MW-Blog lesen mußte, ist Fravia am 3. Mai 2009 nach längerer Krankheit von uns gegangen. Obwohl ich ihn nie in persona kennenlernte, ist dies für mich ein überaus trauriger Moment, denn seine Ansichten und Einsichten beeinflussten mein eigenes Weltbild ganz erheblich.

Damals, so ungefähr Mitte der 90er, dachte ich, ich wäre in Sachen Reverse Engineering bereits ein alter Hase. Dachte ich. Denn alles, was für mich interessant und nicht niet- und nagelfest war, habe ich zerlegt. Software, Computer, Chipkarten, Spielekonsolen und je begehrter das Produkt war, desto eifriger war ich bei der Sache, die gewünschte Funktionalität auch ohne Mitwirken des Herstellers herbeizuführen. Wahrscheinlich war es nur die logische Fortführung eines inneren Antriebes, der mich schon im Vorschulalter dazu bewegte, mit der neu entdeckten Technik des "Schraubenziehers" alles Spielzeug zu zerlegen, das ich besass. Übrigens auch das meines Bruders, der mir den Verlust eines gewissen Feuerwegfahrzeugs mit beweglichem Motor bis heute nicht verziehen hat.

Meine Eltern haben darunter auch sicher viel gelitten, denn während es für mich ein Triumph sondersgleichen war, mittels eines primitiven CB-Funk Walkie-Talkies aus dem Quelle Katalog aus 20km Entfernung über einen recycleten "Antennen Booster" einen Funkempfang herzustellen (die Antenne war baumhoch, da an einer Birke montiert), empfanden sie solche Aktionen stets als juristisch höchst fragwürdig. Versuchte ich dann auch noch witzig zu sein, lief ich Gefahr entscheidende Teile meiner Ausrüstung einzubüssen. Ich erinnere mich nur an die Machtergreifung Boris Yeltsins, als ich mir von Gorizont auf 14 Grad West den Reuters Feed besorgte und meine Mutter erstaunt war, was man sich mit einem drehbaren 85cm Offsetspiegel so alles ins Kinderzimmer holen kann. Als ich dann aber spasseshalber sagte, es wäre doch mal interessant was passiert, wenn man einen Satelliten von einer geo-stationären auf eine polare Umlaufbahn umprogrammiert, wusste sie wahrscheinlich zwar nicht 100%ig genau was ich meinte aber spassig, fand sie diese "Idee" überhaupt nicht. (Ich durfte meinen Spiegel behalten, aber ich schweife jetzt wirklich ab.)

Mitte der 90er kam die von mir häufiger zitierte Proletarisierung des Internets gut in Schwung, aber ich stellte auch fest, dass sich Gleichgesinnte im Internet finden liessen, die zum überwiegenden Teil so derart viel mehr über den i386 Protected Mode wussten, dass ich mir ganz schön klein und unwissend vorkam. Eine solche Seite war Fravia's.

Ich bin sicher, ich habe etliche Wochen damit zugebracht, jedes Tutorial auf der Seite zu lesen, um zu verstehen wie Leute an gewisse Probleme herangehen. Damals wurde mir klar, daß der Weg zum Guru Status auf höchstem Niveau ein überaus steiniger ist. Eben per aspera ad astra oder wie Dr. Mike sagen würde: "Patience, persistence, truth." Wie weit ich da jetzt gekommen bin? Das müssen andere beurteilen.

Das war aber nicht die einzige Einsicht, die mir Fravia's Reverse Engineering Gemeinschaft bewusst machte. Ich bemerkte, daß es unverzichtbar ist, auf den Vorleistungen anderer aufzubauen und ja sogar die Selektion welche Vorleistung gut und welche schlecht ist, ist bereits wieder eine Vorleistung. Oder wie Isaac Newton es formulierte: "If I have seen a little further it is by standing on the shoulders of Giants."

Ich weiss was ihr jetzt denkt. Der spielt ein wenig mit seinen Debuggern herum und meint, das wär das ultimative Ereignis im Leben. Weit gefehlt.

Vielleicht die für mich wichtigste Idee Fravias (und vieler vor ihm) war die Idee des "Reality Cracking". Nennt es transzendiertes Reverse Engineering der eigenen Umgebung, fernab von allem elektronischen Gebimmel. Die Erfindung der "Brille" aus John Carpenters Film "Sie leben!". Das soll jetzt keine müde Anspielung auf Verschwörungstheorien jeglicher Art sein, gegen die Existenz sprechen zwei entscheidende Fakten: Frauen können ihren Mund nicht halten und das Leben ist zu kurz. Mit Reality Cracking verbinde ich insbesondere die Erkenntnis sämtlicher Interessen anderer, zum Schutz und zum Wohl der eigenen Person und beteiligter Verwandter oder Bekannter. Empfehle dringend einmal den "Supermarket enslavement secrets" Artikel von +ORC zu lesen, das Erstaunen nimmt kein Ende.

Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass z.B. Seiten wie Wikileaks und "Fefe's Blog" zwei Dinge auf der gleichen "Reality Cracking" Fahnenstange, aber auf komplett entgegengesetzten Enden sind. Während Wikileaks rohes und per-se unbewertetes Material liefert, liefert Fefe vorgekaute, vorverdaute und manchmal deutlich oder auch weniger deutlich ideologisch eingefärbte Informationen. Die Existenz beider halte ich aber trotzdem gleichermaßen für gut, sie bedienen lediglich unterschiedliche Entwicklungsstadien der Leserschaft.

Leider sieht mein genetisches Programm vor, dass ich zeitlebens ein Affe bleiben werde, das bedeutet aber nicht, dass man sich unter den anderen Affen auch noch zum Schaf machen muss. Denn Schafe werden geschlachtet (Zitat entlehnt aus dem Film "Wallstreet", gebe ich zu) und genau diese "Doppelexistenz" zu beenden war denke ich auch Fravias Intention. Einer solchen Einstellung kann ich nur applaudieren und mich vor dem Engagement und der Leistung für eine freie Gesellschaft verneigen. R.I.P.

Wer sich für sein letztes Posting interessiert, findet es hier. Ansonsten will ich den leider jetzt etwas länglichen Text mit einem Zitat schliessen, das mein Lebenscredo ganz gut widerspiegelt:

"There's a crack in everything. That's how the light gets in." (Leonard Cohen, "Anthem")

Written by Stephan

Tuesday 12 May 2009 at 15:23

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Die Krise in Bildern

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Die BBC hat ein paar eindrucksvolle Grafiken über die Massen an Geld, die gegen die aktuelle Krise gestemmt werden. Der Marshall Plan war ja ein richtiges Schnäppchen!

Written by Stephan

Sunday 01 March 2009 at 23:28

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Physiker Graffiti

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Nachdem bereits diverser Krempel aus meinem Büro geflogen ist um mehr Platz zu schaffen, hängt seit heute bei mir nun auch ein nettes Whiteboard, das Matthias zusammen mit mir montiert hat. Das Ding wiegt eine halbe Tonne und entsprechend gut dimensioniert haben wir auch die Dübel. Tom musste sich natürlich mit irgendeinem Geschreibsel sofort darauf verewigen, ich glaube es hat irgendwas mit Physik und Powerware zu tun:

Written by Stephan

Thursday 12 February 2009 at 22:38

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