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Ein Besuch bei Celtic Whisky

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Heute abend hatte ich endlich einmal die Musse, mich durch die Rush Hour der Nürnberger Südstadt zu quälen und Otto Steudel von Celtic Whisky einen Besuch abzustatten. Da meine Geburtstagsflasche mit dem wirklich exquisiten 15-jährigen "The Chieftain's Choice, The Auld Alliance, 2nd Edition" auch ohne die tatkräftige Unterstützung unseres Praktikanten bereits nach relativ kurzer Zeit leider leer war, war heute irgendwie mein Tatendrang da, mal wieder ein, zwei (für mich) neue Tropfen zu probieren.

Wer sich zum Thema Scotch Whisky etwas einlesen will, dem empfehle ich den Wikipedia Artikel zum Thema. Ich mache aber keinen Hehl daraus, es gibt Leute die mögen Whisky, andere nicht. Preislich enden die meisten "Baumarkt Whiskies" bei vielleicht 30 Euro die Flasche, ab 40 Euro bekommt man schon recht trinkbare Qualität. Ich selbst bilde mir ein, den Unterschied von 40 EUR und 80 EUR Whiskies noch deutlich zu erkennen, darüber braucht es wahrscheinlich doch eher einen wahren Connaisseur. Da ich eher Gelegenheitsverkoster bin (nein, nicht bei jeder Gelegenheit), mache ich mir da aber keine Illusionen in solchen Sphären trittsicher urteilen zu können.

Lange Rede kurzer Sinn, aus dem Laden herausgetragen habe ich:


  • Einen mit 6 Jahren noch recht jungen Coal Ila von Murray McDavid aus dem Jahre 2000. Er ist nicht kühlfiltriert, was bedeutet, dass der Whisky eben nicht destilliert wurde, bis er kugelrund ohne Ecken und Kanten ist. Und er ist sogar ohne Zuckerkulör, damit färben die Abfüller den im Original recht hellen Whisky in -der herrschenden Konsumentenmeinung nach- besser aussehendes Rot. Der Gag dieser Flasche ist die doppelte Reifung einmal im Bourbon Fass und danach in einem Zinfandel Rotweinfaß. Bei 46% sollte er gut trinkbar sein, die Experten werden da ein paar Tropfen stilles Wasser zugeben um auch wirklich alle Duft- und Geschmacksnoten hinter dem Alkohol hervorzulocken.
  • Einen 12 Jahre alten Balvenie DoubleWood, ebenfalls doppelt gereift und zwar in Whisky- und dann in europäischen Eichenfässern. Mit seinen 40 Umdrehungen ist dies eigentlich der typische "Frauen-Whisky", sprich "eine runde Sache" ohne scharfe Kanten oder rauhe Seiten eines beispielsweise torfigen Ardbeg.
  • Original schottische Kekse für zwischen den Gläsern. Kannte ich noch nicht, als alter Impulskäufer musste ich natürlich zuschlagen. Einen recht dicken Miniaturen-Guide und das im Bild zu sehende Whisky Watch Magazin gabs mit in die Tüte.

Stilecht genossen wird ein Whisky im Kreise seiner Liebhaber entweder im sogenannten Nosing Glas oder in einem Tumbler, niemals mit Eis und auf kühler Zimmertemperatur. Zwischen den Gläsern trinkt man meist ein Whisky Glas voll stilles Wasser, um dem neuen Geist eine gespülte und neutrale Unterlage zu geben. Dunkle, halbbittere Schokolade oder auch Kekse oder einfach Weissbrot runden das Tasting Erlebnis ab.

Wenn ihr jetzt neugierig geworden seid, dann schaut doch mal in den Laden rein. Von vielen Abfüllungen gibt es übrigens zum Ausprobieren des Themas "Whisky" auch kostengünstig Miniaturen bis hin zu ganzen Miniaturen-Sets. Vielleicht kommt ihr ja auf den Geschmack?

Written by Stephan

Monday 15 December 2008 at 19:30

Posted in Nuernberg, Whisky

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